Internationaler Tag gegen Lärm
Am 25. April 2012 findet der nächste Tag gegen Lärm – der International Noise Awareness Day – statt. Jede und Jeder kann täglich selbst einen Beitrag zu einer ruhigeren Umwelt leisten!
Nach Verkehrslärm (Straßen-, Schienen- oder Flugverkehr) werden Nachbarinnen und Nachbarn am häufigsten als Lärmquelle angeführt. Aber auch im Rahmen des persönlichen Mobilitätsverhaltens gibt es ausreichend Möglichkeiten, Lärm und den Ausstoß von Luftschadstoffen zu verringern, z.B. durch die Wahl des Verkehrsmittels oder die Fahrweise.Am Tag gegen Lärm sollen alle, denen Ruhe genießen und ruhig schlafen können ein Anliegen ist, laut auf die von vielen unterschätzte Gefahr Lärm hinweisen!
Schwerpunkt Schulraumakustik
Für den diesjährigen Tag gegen Lärm wurde im deutschsprachigen Raum der Schwerpunkt auf die Lärmbelastung der Kinder, insbesondere in Schulen, gelegt. Durch Lärm wird das Lernverhalten von Kindern beeinflusst – auch Klassenräume mit schlechten akustischen Eigenschaften führen zu einem hohen Geräuschpegel im Raum und wirken sich damit nachteilig auf die Verständigung und damit den Lernerfolg aus. Die Arbeitsgruppe Forum Schall weist auf ihrer Website auf die Bedeutung der Akustik in Klassenräumen hin und verlinkt auf entsprechende Unterlagen.
Auf der Suche nach dem "Stillen Örtchen"
Das Land Steiermark hat anlässlich des Tags gegen Lärm dieses Jahr die Suche nach "Stillen Örtchen" ausgerufen. Es wird dazu aufgefordert, Plätze in der Steiermark zu nennen, an welchen man Ruhe findet. Die gesammelten, unterschiedlichsten "Stillen Örtchen" werden im Internet veröffentlicht und in einer Karte grafisch dargestellt.
Weshalb ein Tag gegen Lärm?
Seit 1995 findet jedes Jahr der vom Verband der Gehörgeschädigten (League for the Hard of Hearing) initiierte "International Noise Awareness Day", der Tag gegen Lärm, statt. Mit dem Tag gegen Lärm soll auf Lärm als Umweltthema aufmerksam gemacht werden. Lärm kann nicht nur lästig sein sondern auch die Gesundheit schädigen. Eine Hörschädigung tritt im Allgemeinen erst ein, wenn man regelmäßig hohen Lärmbelastungen ausgesetzt ist. Aber auch andere Gesundheitsauswirkungen können - bereits bei niedrigeren Pegeln - von Lärm hervorgerufen werden. Lärm verursacht Stress, stört den Schlaf und beeinträchtigt Konzentration und Kommunikation. Die Wirkung hängt nicht nur von der Lautstärke ab. Auch die Art des Lärms und die Einstellung des Betroffenen spielen eine Rolle.
In Österreich werden zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um die Umgebunslärmbelastung zu verringern. Mit den Umgebungslärmkarten und den darauf aufbauenden Aktionsplänen wird nicht nur aufgezeigt, wo es laut ist und ob etwas getan werden muss. Langfristig gesehen stellen sie einen wichtigen Beitrag zu einer vorausschauenden Planung dar - damit viele Lärmprobleme gar nicht erst auftreten. In den nächsten Monaten werden neue, deutlich erweiterte Lärmkarten bereitgestellt werden. Die bearbeiteten Bereiche finden Sie unter "Geltungsbereich 2012".
Lärm entsteht aber nicht von alleine – von Lärm Betroffene sind auch oft Verursacher. Das alltägliche persönliche Verhalten kann dazu beitragen, Lärm zu vermeiden oder zu verringern.
Darum: Versuchen Sie auch selbst jeden Tag zu einem "Tag gegen Lärm" zu machen!
Was kann ich tun?
Links zum Thema
Forum Schall – Information zum Schwerpunkt Schulraumakustik
Land Steiermark – Auf der Suche nach "Stillen Örtchen"
www.forumschall.at
www.laermmachtkrank.at
www.hoerstadt.at
League for the Hard of Hearing
Tag gegen Lärm - Deutschland
Österreichischer Arbeitsring für Lärmbekämpfung
Deutsche Gesellschaft für Akustik
Schweizerische Gesellschaft für Akustik
11.04.2012, Lebensministerium V/5


