Glossar
A-Bewertung
Der A-bewertete Schalldruckpegel (Lp,A) ist der mit A-Bewertung ermittelte Schalldruckpegel. Durch die A-Bewertung wird der Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs Rechnung getragen.
Aktionsplan
Plan zur Regelung von Lärmproblemen, erforderlichenfalls einschließlich der Lärmminderung, gegebenenfalls auch zum Schutz ruhiger Gebiete (vgl. Bundes-Umgebungslärmschutzgesetz).
Abschirmung
Maßnahme des sekundären Schallschutzes, wobei durch Verwendung eines Schallschirmes eine Verminderung des Schallpegels erreicht werden soll.
Altersschwerhörigkeit
Mit fortschreitendem Lebensalter, im allgemeinen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr einsetzender, progredienter Hörverlust, der aber erst beim älteren Menschen einen spürbaren Grad erreicht. Der Hörverlust beginnt im Bereich der hohen Frequenzen und betrifft erst spät die mittleren, für das Sprachgehör wichtigen Frequenzen.
Basispegel LA,95
Der in 95 % der Messzeit überschrittene A-bewertete, mit Anzeigedynamik “schnell” ermittelte Schalldruckpegel der Schallpegel-Häufigkeitsverteilung eines beliebigen Geräusches.
Beurteilungspegel Lr
Der auf die Bezugszeit bezogene A-bewertete energieäquivalente Dauerschallpegel des zu beurteilenden Geräusches, der - wenn nötig - mit Anpasswerten versehen ist.
Dezibel
Der Schalldruckpegel wird in Dezibel (dB) angegeben. Ein Dezibel ist der zehnte Teil eines Bels. Das Bel ist keine physikalische Größe, sondern besagt nur, dass es sich bei dem Wert um den Logarithmus eines Verhältnisses handelt. Beim Schalldruck ist es das Verhältnis des Schalldrucks im Vergleich zu einem Bezugsschalldruck - der Hörschwelle.
DTV (durchnittlicher täglicher Verkehr)
Mittelwert der Anzahl der einen Straßenquerschnitt in beiden Richtungen täglichpassierenden Kraftfahrzeuge.
Einzelereignispegel LA,E oder LA,Sel
Schallpegel, der zur Beschreibung eines einzelnen Schallereignisses dient und der bei einer Sekunde Dauer den gleichen Energieinhalt wie das über den gesamten Zeitverlauf schwankende, gesamte Schallereignis hat.
Energieäquivalenter Dauerschallpegel Leq
Einzahlangabe, die zur Beschreibung von Schallereignissen mit schwankendem Schalldruckpegel dient.
Der energieäquivalente Dauerschallpegel wird als jener Schalldruckpegel errechnet, der bei dauernder Einwirkung dem unterbrochenen Geräusch oder Geräusch mit schwankendem Schalldruckpegel energieäquivalent ist.
Der A-bewertete energieäquivalente Dauerschallpegel LA,eq ist der mit A-Bewertung ermittelte energieäquivalente Dauerschallpegel.
Frequenzspektrum
Ergebnis der Zerlegung eines akustischen Signals in die den einzelnen Teilfrequenzen zuzuordnenden Anteile.
GIS
Geographisches Informationssystem
Grundgeräuschpegel LA,Gg
Der geringste an einem Ort während eines bestimmten Zeitraumes gemessene A-bewertete Schalldruckpegel in dB, der durch entfernte Geräusche verursacht wird und bei dessen Einwirkung Ruhe empfunden wird.
Er ist der niedrigste Wert, auf welchen die Anzeige des Schallpegelmessers (Anzeigedynamik “schnell”) wiederholt zurückfällt. Er kann nur dann ermittelt werden, wenn benachbarte Betriebe oder andere Schallquellen, die an der Erzeugung von deutlich erkennbaren Schallereignissen beteiligt sind, abgeschaltet werden können. Wenn eine Schallpegel-Häufigkeitsverteilung vorliegt, ist in bestimmten Fällen der in 95 % des Messzeitraumes überschrittene Schalldruckpegel, also der Basispegel, als Grundgeräuschpegel einzusetzen.
Immission
Die gesamte Einwirkung von Geräuschen bzw. Vibrationen an einer bestimmten Stelle.
Isophone
Kurven gleichen Schallpegels in Lärmkarten.
JDTV (jährlicher durchschnittlicher täglicher Verkehr)
Mittelwert über alle Tage des Jahres der Anzahl der einen Straßenquerschnitt in beiden Richtungen täglich passierenden Kraftfahrzeuge.
Konfliktkarte
Darstellung bzw. Beschreibung der örtlichen Bereiche der Überschreitung der relevanter Schwellenwerte. Vgl. dazu die Bundes-Umgebungslärmschutzverordnung und ÖAL-Richtlinie 36-2.
Körperschall
Schall in festen Körpern. Nach dem Aggregatzustand des Übertragungsmediums unterscheidet man Schall in Gasen (z. B. Luftschall), in Flüssigkeiten (z. B. Wasserschall) sowie in Festkörpern.
Lärm
“Hörschall”, der zu Belästigungen oder Gesundheitsstörungen führt. Lärm ist jede negativ bewertete Schallimmission.
Lärmindex
Gemäß der Umgebungslärmrichtlinie (Richtlinie 2002/49/EG) physikalische Größe zur Beschreibung des Umgebungslärms. Er gibt die über 1 Jahr gemittelte Lärmbelastung für einzelne Tageszeitabschnitte an und ist aus dem äquivalenten Dauerschallpegel abgeleitet.
Lday
Taglärmindex für die Belastung während des Tages (06:00 bis 19:00 Uhr)
Levening
Abendlärmindex für die Belastung während des Abends (19:00 bis 22:00 Uhr)
Lnight
Nachtlärmindex für die Belastung in der Nacht (22:00 bis 06:00 Uhr)
Lden
Tag-Abend-Nacht-Lärmindex, Mittelwert aus Lday, Levening und Lnight, wobei für den Abendzeitraum ein Pegelzuschlag von 5 dB und für den Nachtzeitraum ein Pegelzuschlag von 10 dB berücksichtigt wird.
Maximalpegel LA,max
Der höchste während der Messzeit auftretende A-bewertete, mit der Anzeigedynamik “schnell” oder “impuls” ermittelte Schalldruckpegel.
Schall
Mechanische Schwingungen und Wellen eines elastischen Mediums.
Schalldruckpegel Lp
Grundlegende Größe zur Beschreibung der physikalischen Stärke eines Schallvorganges. Er wird in Dezibel als das Vielfache des Schalldrucks bei der Hörschwelle angegeben.
Schallimmissionskarte
Flächenhafte Darstellung der Schallimmission, verursacht durch eine oder mehrere Schallquellen, beschrieben durch den äquivalenten Dauerschallpegel, den Beurteilungspegel, den Lärmindex Lnight oder Lden in dB, in einem Plan.
Schallschutz (aktiver)
Zusammenfassende Bezeichnung für alle Maßnahmen des technischen Schallschutzes, die darauf abzielen, die Schallemission von Lärmquellen und Geräuscherzeugern zu begrenzen und zu vermindern.
Schallschutz (passiver)
Zusammenfassende Bezeichnung für alle diejenigen Maßnahmen des technischen Schallschutzes, welche die Schallimmission von Störschall auf den Menschen zu verhindern oder wenigstens abzumindern versuchen.
Spezifische Schallimmission
Spezielles, einer bestimmten Schallquelle oder einer Gruppe von Schallquellen zuordenbares Geräusch (z. B. Betriebslärm, Bahn- oder Straßenverkehrslärm).
Widmungs-Konfliktkarte
Darstellung der Differenz der Schallimmission, beschrieben durch den Beurteilungspegel einer oder mehrerer Schallquellen, zum Planungsrichtwert.
18.05.2007, Lebensministerium V/5

