Lärmschutzmaßnahmen wirken
Die wirksamste Methode zum Lärmschutz ist die Lärmvermeidung. In der örtlichen Raumplanung können wesentliche Prinzipien des Lärmschutzes berücksichtigt und angewendet werden. Mögliche Konflikte können damit vermieden werden, noch bevor sie entstehen.
Wenn Lärm entsteht, setzt technischer Lärmschutz am besten an der Quelle an. Die erlaubten Grenzwerte für die Antriebsgeräusche der Motoren – bei Pkw, Lkw, Motorrädern oder Flugzeugen – wurden bereits erheblich abgesenkt. Bei Pkw und Lkw betrug diese Absenkung in den letzten 25 bis 30 Jahren etwa 8–12 dB.Lärmschutzmaßnahmen in Österreich sind vor allem infrastrukturelle Maßnahmen entlang eines Verkehrsweges. Die Wirkung von Lärmschutzwänden oder -wällen ist umso effektiver, je näher sie sich an der Straße oder der Schiene befinden. Einhausungen einzelner Streckenabschnitte schirmen den Lärm direkt am Ort des Entstehens ab, sind jedoch sehr kostspielig.
Der Einbau von Lärmschutzfenstern als Instrument gegen die Lärmbelastung der Bevölkerung wird gefördert – Freiräume wie z. B. Gärten bleiben aber ungeschützt. Zusätzlich können Maßnahmen gesetzt werden, die den Verkehr lenken oder beschränken. Dazu zählen Nachtfahr- oder Wochenendfahrverbote, Tempolimits, Verkehrsverlagerungen, Zufahrtsbeschränkungen, Parkraumoptimierung und die Verlagerung auf öffentliche Verkehrsmittel. Ein großes Potential für den Schutz vor Straßenlärm liegt in der Verminderung der gefahrenen Geschwindigkeiten. Eine zusätzliche Möglichkeit liegt in der Reduktion des dominanten Abrollgeräusches von Reifen auf der Fahrbahn. Mit den derzeit geltenden Grenzwerten für Reifen wird das Verminderungspotential allerdings noch nicht genutzt.
28.08.2007, Lebensministerium V/5

