Einflussfaktoren
Geräusche werden erst durch die subjektive Bewertung in „Lärm“ oder „Ruhe“ unterteilt, da die Wirkung eines Geräusches von vielen Merkmalen abhängt. Die Einflussfaktoren reichen dabei weit über alleine akustische Merkmale hinaus.
Akustische Geräuschmerkmale
- Lautstärke, Dauer, zeitlicher Verlauf (gleich bleibend, schwankend bis impulshaltig)
- Frequenzspektrum (ohne/mit hervortretenden Tönen)
- Häufigkeit des Geräusches (dauerhaft, einmalig)
- Differenz zwischen Stör- und Grundgeräuschpegel
Art der Geräuschquelle
- Natur (Vögel, Blätterrauschen, Wasserfall, Gewitter, Wellen)
- Musik und Sprache
- Arbeitsplatz (PC bis Presslufthammer)
- Verkehr (Straßen-, Schienen-, Schiffs- und Luftverkehr)
- Anlagen (Betriebe, Gaststätten, Sport- und Freizeitanlagen, Baustellen)
Ortsüblichkeit des Geräusches
- Wohn-, Misch-, Gewerbe- und Erholungsgebiet
- allgemein (Tag, Abend und Nacht)
- individuell (Wach- oder Schlafzustand, Arbeiten, Lesen, Wohnen und Erholen, Konzentration)
Informationsgehalt und Bedeutung des Geräusches
- tropfender Wasserhahn
- Weinen eines Babys für Eltern oder für Fremde
- Musik als Entspannung oder Ruhestörung
Geräuschempfindlichkeit der Betroffenen
- Geräusch ungewohnt oder gewohnt
- Person entspannt, ruhig, erholt, angespannt, nervös, müde oder erschöpft
Einstellung zur Geräuschquelle
- Persönliche Einstellung zur/m GeräuschverursacherIn
- geräuschvolle Tätigkeit sinnvoll oder unsinnig
- geräuschverursachendes Verhalten allgemein anerkannt oder abgelehnt
27.08.2007, Lebensministerium V/5

