Projekte rund um den Lärmschutz
Im Auftrag von ASFiNAG und ÖBB wurden zur Verbesserung der gesetzten Lärmschutzmaßnahmen verschiedene Projekte durchgeführt.
Projekt "Lästigkeitsindex"Ziel dieses Forschungsprojektes der ASFINAG ist es, zur Beurteilung des Straßenverkehrslärms einen Lästigkeitsindex auf Basis psycho-akustischer Grundlagen zu entwickeln. Damit soll für Planer und Betreiber von Verkehrsanlagen ein Instrumentarium geschaffen werden, in das die objektiven Auswirkungen und subjektiven Störwirkungen einfließen und in Folge reduziert werden können.
Projekt „Leise Bahn Favoriten“
Im Zeitraum von 1991 bis 1999 wurden im Rahmen dieses gemeinsamen Forschungsprojekts von ÖBB und Stadt Wien entlang einer Versuchsstrecke in Favoriten unterschiedlichste Lärmschutzsysteme getestet. Die Dimensionierung der Lärmschutzwände und -wälle erfolgte in Hinblick auf die Einhaltung der für Neu- und größere Umbauten geltenden Grenzwerte. Im begleitenden Projektbeirat waren auch AnrainerInnen vertreten, da das Siedlungsgebiet an manchen Stellen bis unmittelbar an die Bahntrasse heranreicht. Der Lärmschutz wurde großteils beidseitig der rd. 2 km langen Strecke errichtet. Dafür wurden unterschiedliche Systeme – von Altreifen- und Steilwall-Dammsystemen über verschiedene Kunststoff-, Aluminium-, Holz- und Betonwände bis hin zu transparenten Elementen – eingesetzt. Untersucht wurden die Systeme hinsichtlich ihrer Errichtung, Schutzwirkung, Gestaltungsmöglichkeiten, Wartungsaufwand und Kosten. Untersuchungen vor und nach der Errichtung der Lärmschutzmaßnahmen dienten zur Beurteilung ihrer Wirkung.
Projekt „Low Noise Train“
Gemeinsam mit der Schweizerischen Bundesbahn und Trenitalia führen die ÖBB seit 2000 die Arbeitsgemeinschaft Low Noise Train (LNT). Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist es, leisere Güterwaggons von der Entwicklung bis zur Zulassung zu forcieren. Eine der notwendigen Rahmenbedingungen dafür sind gleich bleibende Anschaffungskosten. Neben Kunststoff-Sohlen für das Bremssystem und einer hinsichtlich der Lärmentwicklung optimierten Federung kommen auch spezielle Anstriche und Puffer zum Einsatz. Die ersten Prototypfahrzeuge sind bereits seit Anfang 2003 in der Schweiz im Einsatz. Messungen haben gezeigt, dass die LNT-Waggons um 10 bis 15 Dezibel leiser sind als die derzeit eingesetzten Güterwaggons. Eine solche Reduktion wird als nur noch halb so laut bzw. sogar noch leiser empfunden.
28.08.2007, Lebensministerium V/5


